Am Samstag, den 07.11.2009 trafen sich ca. 40 Helferinnen und Helfer der Feuerwehr sowie des Technischen Hilfswerkes zu einer gemeinsamen Ausbildungsveranstaltung. Die Verantwortlichen, Stadtbrandinspektor Matthias Strott und der Zugführer des Technischen Zuges Markus Zilch, überprüften die Einsatzfähigkeit der beiden Katastrophenschutzeinheiten für überörtliche Einsätze. Übungsannahme war eine Katastrophenlage in einem anderen Landkreis, bei der überörtliche Kräfte aus dem Schwalm-Eder-Kreis angefordert werden. Der zuständige Fachbereich für Brand- und Katastrophenschutz entscheidet sich, einen Einsatzverband von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk aus Melsungen zu entsenden.
Im Rahmen der Übungslage sollte der Löschzug (Fahrzeuge werden von den Stadtteilen Adelshausen, Obermelsungen sowie Melsungen gestellt) und der Technische Zug eine gemeinsame Aufgabenstellung absolvieren. So galt es, zunächst als geschlossener Einsatzverband Melsungen in das „gedachte Schadengebiet“ zu fahren, wobei die Entfernung ca. 140 km betrug. Die Fahrstrecke beinhaltete eine Kolonnenfahrt über Bundesautobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen mit insgesamt 12 Kraft- und Anhängefahrzeugen. Da Kolonnen grundsätzlich eine beachtliche Beeinträchtigung des Straßenverkehrs darstellen, werden hier besondere Anforderungen an die Kraftfahrer und die Vorplanungen gestellt. So galt es Marschabstände einzuhalten und Geschwindigkeiten so anzupassen, dass die Kolonne als ganzes erkennbar blieb. Der Zeitbedarf zum Zurücklegen der Strecke betrug insgesamt ca. fünf Stunden. Das Fahrtziel war ein gedachter Bereitstellungsraum im Feuerwehrhaus Röhrenfurth. Nach einer eineinhalbstündigen Rast erfolgte eine Verlegung des Verbandes in das Einsatzgebiet, dargestellt durch die Ostpreußenkaserne in Homberg/ Efze. Als Einsatzlage wurde ein Gebäudeeinsturz angenommen, es wurden insgesamt acht Personen in den Trümmern vermisst. Aufgrund der Zertrümmerungen konnten die Kräfte des Technischen Zuges Personen in den Geschossen nur über eine provisorisch errichtete Seilbahn retten. Die Retter der Feuerwehr mussten den Kellerbereich absuchen, welcher nur unter Einsatz von Atemschutzgeräten und Nutzung vorhandener Notausstiegsöffnungen betreten werden konnte. Eine Rettung war nur unter sehr beengten Verhältnissen möglich
Neben den Übungsverantwortlichen zeigte sich ein Vertreter des THW-Geschäftsführerbereiches Homberg beeindruckt.
Nach ca. zwölf Stunden Ausbildung konnten die Verantwortlichen im Rahmen einer kurzen Nachbesprechung ein durchweg positives Resumee ziehen. Die Verlegung des Verbandes über die große Entfernung, deren anschließende Einsatzbereitschaft und Motivation sowie die Erkenntnisse aus der Einsatzübung zeigen, dass die Teilnehmer durchweg ihren Anforderungen auch außerhalb Melsungens gewachsen sind.
Seit Ende der Ferien hat an der Gesamtschule Melsungen das Projekt Menschen Helfen Menschen begonnen. An diesem Projekt Arbeiten Feuerwehr, DLRG, Deutsches Rotes Kreuz und THW eng zusammen. Jede der Organisationen erarbeitet mit den Schülern der 5 und 6 Klasse Themenbereiche wie man im Ernstfall hilfeleisten kann.
Hierzu hat jede Organisation, 8 Wochen lang, immer Mittwochs von 13:40 Uhr bis 15:15 Uhr an der Schule oder den Organisationsstandorten Unterricht mit den Schülern.
An der Gesamtschule in Melsungen hat das THW in diesem Jahr mit der offiziellen Begrüßung durch den Ortsbeauftragten die Ausbildung begonnen. Der Gruppenführer Sven Bernhardt stelle den Schülern die Themen die es zuerarbeitet galt vor.
Nach alle Fragen geklärt waren wurde den Schülern ein Film über die Geschichte und der Aufgaben des Technischem Hilfswerk gezeigt.
In der nachfolgenden Woche wurde den Schülern die Sicherheitsausrüstung eines Helfers vorgestellt und die Fahrzeuge besichtigt.
Am 11.09.2009 um ca. 19 Uhr wurde das THW OV Melsungen von der zuständigen Leitstelle alarmiert.
Der Einsatz lautete “Brand auf dem Werksgelände der ansässigen Edeka Gruppe”.
Innerhalb weniger Minuten rückte die Führung des OV Melsungen im MTW (Mannschaftstransportwagen) aus um VorOrt mit der zuständigen Betriebsfeuerwehr das weitere Vorgehen zu besprechen.
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Leiter der Betriebsfeuerwehr wurde das THW OV Melsungen mit folgenden Aufgaben betraut:
Die Führung des OV Melsungen forderte somit folgende Fahrzeuge plus Besatzung nach:
Am Einsatzort angekommen wurde sofort die Förderstrecke aufgebaut, diese bestand aus mehreren hintereinander geschalteten Spechtenhauser-Pumpen (nur so ist ein eine konstante Förderleistung auf einer längeren Strecke möglich) und endete am Schluss in einem Wasserbecken.
Parallel dazu wurde von der Fachgruppe 1. Bergung das Aggregat + Lichtmast in Position gebracht um den Einsatzort vollständig auszuleuchten.
Die Atemschutzgeräteträger des THW OV Melsungen verstärkten unterdessen die Feuerwehr.
Um ca. 21:30 Uhr wurde der Einsatz erfolgreich beendet.
Im Anschluss folgte noch eine kurze Abschlußbewertung sowohl aus der Sicht der Betriebsfeuerwehr, wie auch aus Sicht des THW OV Melsungen.
Die Edeka Gruppe stellte hierzu freundlicherweise Getränke und Brötchen zur Verfügung.
Insgesamt wurde die gute Zusammenarbeit hervorgehoben und eine zukünftige Zusammenarbeit befürwortet.
Das THW OV Melsungen dankt allen Helferinnen und Helfern die an der Übung teilgenommen haben.